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Produkt

B2C Checkout Redesign

Jahr
2022
Rolle
Lead Product Designer
Scope
End-to-end
Client
O2 / Telefónica
B

Kontext

Der mobile Checkout von O2 hatte eine weit über dem Branchendurchschnitt liegende Abbruchrate. Analytics zeigten, dass Nutzer bei Schritt 2 von 5 absprangen — bevor sie überhaupt Zahlungsdaten eingegeben hatten. Das Formular war technisch korrekt, aber kognitiv überwältigend.

Research

Wir führten fünf Runden Usability-Tests mit je 6 Teilnehmern durch. Wichtigste Erkenntnisse:

  • Nutzer konnten nicht erkennen, wie viele Schritte noch folgen
  • Das "Persönliche Daten"-Formular zeigte 14 Felder gleichzeitig
  • Fehlerzustände erschienen erst nach dem Absenden des Formulars
  • Vertrauenssignale (Sicherheitsbadges, Kündigungsrichtlinie) waren unter dem Fold versteckt

Designentscheidungen

Progressive Disclosure: 14 Felder in 3 logische Schritte mit klarer Fortschrittsanzeige gruppiert. Jeder Schritt zeigt nur, was für diese Entscheidung nötig ist.

Inline-Validierung: Echtzeit-Feedback beim Verlassen des Feldes, nicht beim Absenden. Formathinweise erscheinen, bevor Fehler auftreten.

Vertrauens-Layer: Sicherheitsbadge, einfache Kündigungs-Hervorhebung und Kundenbewertung in eine persistente Seitenleiste verschoben — immer sichtbar ohne Scrollen.

Mobile-First: Neu gestaltet für Daumen-Reichweiten, große Touch-Ziele und Tastaturverhalten. Desktop adaptiert vom Mobile, nicht umgekehrt.

Ergebnisse

  • 23 % Reduktion der Checkout-Abbrüche
  • Durchschnittliche Abschlusszeit von 4:20 auf 2:55 reduziert
  • Support-Tickets zu Checkout-Fehlern um 41 % reduziert
  • NPS für den Checkout-Flow: +18 Punkte nach dem Launch